Begriffe

Bei der Auswahl von LED Leuchtmitteln ist es sehr wichtig, einige Grundbegriffe zu kennen, da man sonst vom Ergebnis der Beleuchtung enttäuscht werden könnte, weil Licht eben nicht gleich Licht ist. Nachfolgend sind die wichtigsten Begriffe erklärt. Angaben, wie CRI, Lumenleistung und Farbtemperatur sollten unbedingt bekannt sein, da diese Daten die entscheidende Basis für gutes Licht sind.  Zusätzlich sind natürlich der Verbrauch in Watt (W) und auch der Abstrahlwinkel des Lichts entscheidende Größen, um eine Beleuchtungsaufgabe optimal zu lösen.

 

CRI = Color Rendering Index (Sonne Ra 100)
(Farb Wiedergabe Index, Maßeinheit Ra)

Beschreibt, wie gut die von einer Lichtquelle beleuchtete Farbe wiedergegeben wird.

 

Zur Berechnung des Farbwiedergabeindexes wurden in DIN 6169 insgesamt 14 Testfarben mit einem genormten Remissionsverlauf definiert. Zur Berechnung des allgemeinen Farbwiedergabeindexes Ra wird nur aus den ersten acht Werten das arithmetische Mittel gebildet:

Farbtemperatur (K = Kelvin), (Sonne ~5.500K)

Wärmere Lichtfarben – die gemütlichen – liegen bei 2000 bis 3300 Kelvin.
Neutrale Lichtfarben – das typische Bürolicht – liegt bei 3300 bis ca. 5300 Kelvin.
Tageslichtweiße Leuchten – Fabrikhallen, helle Shopbeleuchtung – fängt bei 5300 Kelvin aufwärts an. LED kann alle diese Lichtfarben abdecken.

Sonderlichtfarben sind möglich, wie z.B. in nachfolgendem Foto mit einer Versuchslampe mit 1.700K.

UGR = Unified Glare Rating
(Vereinheitlichter Blendfaktor)

UGR-Werte sind für den Bereich von 10 bis 30 in Stufen definiert. Die Stufen gemäß
DIN EN 12464-1:2011-08 lauten 13, 16, 19, 22, 25 und 28. Diese Stufen drücken letztlich die statistische Blendempfindung einer Vielzahl von Beobachtern aus. So bedeutet beispielsweise UGR 19, dass sich etwa 65% der Beobachter durch Blendung »gerade nicht gestört« fühlen.

 

 PF = Power Factor
(Leistungsfaktor = Quotient aus Wirkleistung (P) und Scheinleistung (S))

Der Wert liegt zwischen 0 und 1, wobei 1 reine Wirkleistung ist. Für den privaten Verbraucher ist dieser Wert unerheblich, da er nur die Wirkleistung bezahlt.

 

Lumen (lm) = Lichtstrom

Lumen ist der Lichtstrom der von einer Lampe in alle Richtungen ausgesendet wird. Anhand der Lumen-Angabe kann man einschätzen,

wie hell eine Lampe ist: Je höher der Lumen-Wert ist, desto mehr Licht gibt eine Lampe ab. 

Dabei gibt es bei der LED einen kleinen „Stolperstein“.
Die LED strahlt ihr Licht naturgemäß in eine Richtung ab.

Bei einer herkömmlichen Leuchtstoffröhre z.B. ist das aber komplett anders.
Sie strahlt das Licht gleichmäßig nach allen Seiten ab.
Deshalb lenkt man den Lichtstrom mittels Reflektoren in die gewünschte Richtung – was mit Verlusten behaftet ist.

Bei dem Pendant – der LED Röhre – ist das nicht nötig, da hier der Lichtstrom in einem definierten Abstrahlwinkel in einer Richtung austritt.

 

lx = Lux = Beleuchtungsstärke

Laut Arbeitsstättenverordnung werden definierte Mindestwerte in Lux für bestimmte Räume vorgegeben. Zum Beispiel ein Schreibtischarbeitsplatz mit 500lx oder ein Verkaufsraum mit 300lx.

 

cd = Candela (Kerze)

Lichtstrom, der von einer Lampe in eine definierte Richtung ausgesandt wird.

Mit dieser Einheit lassen sich präzisere Lichtberechnungen in Lux ausführen, allerdings wird diese Einheit seltener benutzt, da sich

Lumen als Richtwert mehr durchgesetzt hat.

 

Abstrahlwinkel

Der Abstrahlwinkel ist eine entscheidende Größe bei der Lösung einer Beleuchtungsaufgabe. So werden z.B. sehr häufig LED-Glühlampen mit einem Abstrahlwinkel von 180o angeboten. Verwendet man diese in einer Tischleuchte zum Lesen, wird man sehr enttäuscht sein, da sie das Licht nur geradlinig nach oben abstrahlt, also nicht zur Seite, um mein Buch anzustrahlen. Dieselbe Glühlampe wäre jedoch die richtige Wahl, wenn sie in einer von der Decke herabhängenden Leuchte benutzt wird.